15 Death by Chocolate (und 4 weitere Buttons)

Staubsauger muss man sich als die glücklichsten Haushaltsgeräte vorstellen. Ständig versuchen sie, ein Vakuum zu erreichen, indem sie Luft aus der Raumumgebung ansaugen und alles, was sie schaffen, ist ein äußerst lokaler Unterdruck, der bestenfalls den Schmutz, manchmal aber auch herumliegende Herzen oder Schmetterlinge einsaugt und in seinem Vakuumlager sammelt.DSC00860

Staubsauger sind unersetzlich. Sie müssen keine Angst haben wie zum Beispiel Türglocken vor Eingangstonfolgen, Telegramm vor Telexgeräten, die wieder vor Faxmaschinen, die wiederum vor Emailschnipseln. Wobei, manchmal ersetzen Bodenteile beim Modern Dance teilweise die Funktion eines Staubsaugers, zumindest in Abhängigkeit von der Kleidung der Tanzenden, die staubaufnahmegeeignet sein kann. Alles in Allem gehört der Modern Dance aber nicht zu den klassischen Staubsauger-Killern.

Bei den Staubsaugeranhängern gibt es wie fast immer im Leben zwei verschiedene Schulen, die klassische Handstaubsaugerschule und diejenige, die das Vakuumlager hinter sich herfährt, auf kleinen Rollen meistens. Die andere Schule der Beutelstaubsaugernutzer und der Vollvakuumzyklondingsstaubsaugerfetischisten ist hier aus den unterschiedlichsten Gründen zu ignorieren. Vor allem, wenn sich schon Andere mit den Venus bezogenen Vollsaugern auseinandergesetzt haben.

Das Staubsaugen ist lebenshistorisch den sogenannten Haushaltstätigkeiten zuzuordnen, jenen lebensgefährlichen Handlungen, die bitte nicht mit den sieben Todsünden zu verwechseln sind. Eine der Hauptnachlässigkeiten entsteht bei der mitunter etwas herablassenden Haltung Haushaltsunerfahrener. Dort ist das Risiko, einem Tod beim Staubsaugen in die Röhre zu schauen gegenüber Vergleichsgruppen von Reinigungshandlungsintensivtätern signifikant größer. Manche meinen noch, man könne zum Beispiel Seife durch Wasserdarüberlaufenlassen energetisch aufladen, so dass sie den Schmutz und Staub absorbiere, indem sie einfach herumliege. Das hat aber so noch nie funktioniert. Herumliegen im Haushalt gehört zu den häufigsten Todesursachen der Menschheit.

Suckit:

The Cleaners From Venus /// Drowning Butterflies /// https://www.youtube.com/watch?v=k3LkJ69MHhE

The Aluminum Group /// Chocolates /// https://www.youtube.com/watch?v=gkjSJRXz6-0

Nive Nielsen & The Deer Children /// Vacuum Cleaner Killer /// https://www.youtube.com/watch?v=2GL-ophGehU

Johanna von Koczian /// Das bisschen Haushalt /// https://www.youtube.com/watch?v=NoZ050vCa8c

Die tödliche Doris /// Sieben tödliche Unfälle im Haushalt /// https://www.youtube.com/watch?v=QZ9mAv6u-e8

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Der Mann mit den beiden Herzen

  1. An Bord

 Bei der Doppelherzprozedur wird das Herz des Patienten nicht entfernt.

Sich so eine Operation anzuschauen war dem Kapitän und Chefdramaturgen des Kreuzfahrtschiffes „Our Darkness“ schlichtweg nicht möglich. Er – „T.“ – wurde noch auf der Kommandobrücke gebraucht und konnte sich keinen Kreislaufkollaps leisten. Blut, Körperorgane und sonstiges Gekröse, ob menschlich oder tierisch führten zu einem Blutdruckabfall bei ihm und er verlor regelmäßig das Steuerruder aus den Händen, es entglitt ihm sanft, aber endgültig.

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Der Bord-DJ –„S.“- war da ganz anders aufgestellt. Er hatte als Dressman erkannt, noch nicht alt genug für erdbeerfarbene Hosen zu sein und sich daher konsequent dem Schwarz verschrieben. Das ging so weit, dass er sich auch ein zweites, schwarzes Herz hatte einpflanzen lassen, um sicher zu gehen. Und er hatte sich die Operation live über einen vor sein Gesicht geschnallten Bildschirm anzeigen lassen.

Was er gesehen hatte, war Folgendes: Zunächst wurde sein Brustkorb geöffnet. Die Hautschichten wurden durchtrennt und nach und nach wurde das Herz von den umgebenden Gewebeschichten befreit, Rippen gebrochen und insgesamt von Halteklammern zurückgehalten. Er dachte, man würde ein Tier aufbrechen, nach der Jagd, unter Jagdhornmusik. Die Jägerinnen spielten dabei nicht wesentlich anders als die Jäger. „Wenn sie so schießen wie sie blasen“, dachte der DJ. Als alles geöffnet vor den Operateuren und den koordiniert wirkenden Helferhänden lag, hoben zwei Hände das Spenderherz in den Brustkorb und verbanden das Herz mit den Hohlvenen, der Lungenarterie und der Aorta. Bei Elektrogeräten hatte das Stecker-Kabel-Prinzip schon lange keine Zukunft, der induktive Herzbetrieb war aber noch lange nicht einsatzbereit.

Er hatte sich die Adern genau bezeichnen und erklären lassen, vorher und sah sich nun interessiert die vier Herzklappen an, die Aortenklappe (das Ventil aus der linken Herzkammer in die Hauptschlagader), die Mitralklappe (das Ventil aus dem linken Vorhof in die linke Herzkammer), die Pulmonalklappe (das Ventil aus der rechten Herzkammer in den Lungenkreislauf) und die Trikuspidalklappe (Ventil aus dem rechten Vorhof in die rechte Herzkammer).

Der Moment, als das schwarze Herz zu schlagen anfing, weil die Nervenimpulse den Muskel nun ungehindert antriggern konnten, genoss er besonders und überlegte, ihn sich zukünftig täglich bei seinen DJ-Sets auf der Darkness wieder und wieder anzuschauen. Ein Herz, das zu schlagen beginnt. Er dachte daran, dass er als Embryo im Mutterleib diesen Moment nicht mitbekommen hatte. Und er fragte sich wie schon viele Male zuvor, wie und wieso so ein Herz sich bilden und zu schlagen anfangen kann.

2. Auf See

Das neue Herz wird so eingebaut, dass die Kammern und die Blutzufuhr beider Herzen derart verbunden werden, dass man in der Tat von einem Doppelherzen sprechen könnte.

„Also“, sagte T., „also lassen Sie uns nun die Rollen tauschen?

S. schwieg. Dann: „Welche Rolle genau wollen wir tauschen?“

„Fangen wir doch mit der Rolle an, die uns dazu bringt, zu erzählen oder zuzuhören. Alles andere können wir dann tauschen, wenn es sich ergibt.“

„Und es gibt kein Zurück?“ S. schaute aus dem Fenster. Die Sonne kam gerade nach einem Regenschauer heraus und es war sofort wieder stickig und heiß. Die Schwüle drängte in die Kabine. Musste wohl an der Zwangsbelüftung der modernen Bullpanoramaaugen liegen.

„Man kann immer gehen.“ T. pickte sich an die Nase und rieb an einer seiner Gesichtswunden. Er hatte aktuell eine Vorliebe für die Stelle, an der das Nasenbein zu Wange überging. In dieser Beuge hatte er seine Lieblingsstelle zum sinnlosen Kratzen, dem Knibbeln. „Man kann auch zurückgehen. Aber wer will das schon? Zurück in die bisherige Rolle ist eine Option, die sich nur ein Ängstlicher vorbehalten will. Langweilig.“

Pause.

Dann: „Es gibt in Wahrheit nie ein Zurück. Höchstens eines, das im Kopf stattfindet. Und da findet immer eine Menge statt, selbst bei den einfachsten Idioten ist da eine unterschwellige Sehnsucht. Zurück in die Kindheit, oder, wenn die Kindheit eine Qual war, zurück in die Jugend, oder – na ja- wenigstens zu irgendeinem glücklichen Moment. Den muss es mal gegeben habe. Ist ja nicht jeder in einem Slum aufgewachsen. Arbeit ab fünf, sechs Jahren, Schläge und frühe Vergewaltigung, hoffentlich ist das nicht ein Standardweltausbildungsprogramm. Jedenfalls wollte keiner, den ich kenne, zurück in seine alte Rolle. Nach all’ dem.“

In der nächsten Sekunde stand T. auf und ging ein paar Schritte zum Plattenspieler und drehte dort die Platte um. Meistens beruhigte dieser Vorgang seinen Gesprächspartner. Ihn selbst allerdings auch. „Ich wollte dann übrigens auch jeweils nicht mehr zurück“, murmelte er vor sich hin.

 

3. Bordleben

So wird dem eigenen Herz die Chance gegeben, sich zu erholen und falls das Spenderherz ausfällt, zum Beispiel, weil es abgestoßen wird, kann es später entfernt werden, wobei das ursprüngliche Herz verbleibt.

„Das Schiff.“ sagte T. mit brüchiger Stimme und fixierte S. dabei ein wenig. „Das Schiff.“

S ahnte, dass T. gerade in seiner Erinnerung zurückging, aber wie weit wollte er gehen?

„Ich bin seit fünf Jahren auf der Darkness. Vielleicht bin ich auch schon mein ganzes Leben auf diesem Schiff. Manchmal glaube ich das jedenfalls.“

Die Nadel senkte sich wieder sanft auf die Rille der Schallplatte und die Musik kam leise und ohne Bass aus den Lautsprechern.

„Ich glaube, ich bin das erste Mal auf diesem Schiff gefahren, da war ich noch ein kleiner Junge, kurz vor der Pubertät. Damals habe ich zum ersten Mal die Rolle gewechselt. Einen Tag war ich noch der glückliche Sonnyboy, der an Land unter der Dusche sang, Schlager in unglaublichem Französisch, ohne ein Wort zu verstehen. Und dann war am anderen Tag oder in der Nacht zu diesem Tag irgendetwas geschehen. Ich habe einfach die Rolle mit einem anderen Ich getauscht, instinktiv. Ich bin auf dieses Schiff gegangen, das verführerisch nahe am Kai lag, die Bordwache nicht vorhanden. Als das Schiff ablegte und schon ein paar Stunden unterwegs war, hatte mich einer der Bordingenieure erwischt. Das war alles nicht tragisch, denn es war schließlich die Darkness. Ich bekam einen schwarzen Rollkragenpulli, der mir 10 Nummern zu groß war. Von dieser italienischen Firma, die hatten damals sehr schöne Rollies. Wer weiß, ob das in der Zeit auch schon in China oder Bangladesch war, dass dort gestrickt, genäht, gefärbt und gestorben wurde, während ein Gleichaltriger hier an Bord einen schwarzen Rollkragenpullover anzog.“

4. Rückkehr

Diese Art der Operation wird dann eingesetzt, wenn das Spenderherz nicht stark genug ist, weil beispielsweise die beiden Körper, welche die Herzen ursprünglich umgeben, unterschiedlich groß sind, das Spenderherz selbst etwas schwach ist oder das Herz schon an Bluthochdruckfolgen zu knabbern hatte.

„Die ‚Our Darkness’ jedenfalls ist ein Schiff. Ein Kreuzfahrtschiff. Seine Passagiere wollen alle zurück. Zurück in die Tage ihrer Jugend, ihr fröhliches Unglücklichsein. In die Phase ihres Lebens, in der sie behaupten konnten, alles durchschaut zu haben, was das Leben so mit sich bringt. Und in gewisser Weise haben sie das auch. Durchschaut. Dieses Schiff war erst die Idee eines alten Freundes.

Wir überlegten an einem dieser bierseligen Abende, wie wir unser Kreuzfahrtschiff nennen würden, also zumindest unser erstes Kreuzfahrtschiff. Hat man alles in seinem Leben erreicht, sollte es Zeit sein, ein Schiff zu bauen oder zu kaufen und das haben wir dann getan. Es war ein altes Schiff, ein Gebrauchtschiff sozusagen. Eine solche Anschaffung macht man nur zusammen mit einem Freund, dem man wirklich vertraut. Schließlich kostet ein solcher Secondhand-Dampfer auch genügend Geld.

Wir also als Mittvierziger nach Panama geflogen, zwei Wochen Schiffe angeguckt. Die lagen dann aber doch nicht dort, sondern waren nur in Panama registriert. Etwas überfordert haben wir dann also erst mal nur Bilder von den Schiffen angeschaut, ein spezieller ‚beauty contest’. Die müssen dann aber ziemlich schnell gecheckt haben, dass wir keine griechischen Reeder waren, auch keine australischen oder österreichischen, weiß der Henker, wo Reeder herkommen. Also nach 40 Sekunden war denen alles klar und sie haben uns dann schließlich die kleine Ausgabe eines alten Kahns gezeigt, angeblich für 500 Passagiere. Was wird damit angefangen haben, bis wir das erste Mal offshore waren ist, eine andere Geschichte. Wäre das Schiff ein Hund gewesen, dann jedenfalls ein spanischer Straßenköter aus einem Tierheim in Alicante herausgeholt, adoptiert und in unserer Mitte barmherzig aufgenommen. Ein bunter Hund, den wir erst zum Schluss umgefärbt haben – wenn man ein Hund umfärben kann.

Das Schiff haben wir uns dann vor Ort angesehen. ‚Vor Ort’, das war dann in Russland. Also nicht direkt Russland, sondern einer dieser Schiffsfriedhöfe der früheren Sowjetunion. Man macht sich ja keine Gedanken, aber Schiffe vor dem Ausschlachten zu retten ist auch kein Zuckerschlecken. Und von Panama ans schwarze Meer zu reisen, ist auch nicht so leicht zu ertragen. Aber irgendwie passte alles in den Plan. Der Schrotthaufen, der Preis, der Name des Meeres. Für einen dunklen Traum konnte nichts Besseres passieren.“

 5. Sommerdeutsch

Von Zeit zu Zeit springt eines der Herzen aus dem Takt. Vor allem im Sommer. Dieses Phänomen hat einen eigenen Ausdruck gefunden, der über das rein Medizinische hinausgeht: „Sommerdeutsch“ – der Herztakt wie auch die Vokale der Sprache wandern im Wort einen Vokal weiter; die Konsonanten auch – und sie überspringen dabei die Vokale. „Our Darkness“ heißt im Sommerdeutsch „Aus Fesloitt“ – klingt wie eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

„Vor Ort haben dann mit einem bisschen Geld das ganze Schiff schwarz angestrichen. Die paar Einheimischen haben dabei ständig gegrinst und uns für völlig behämmert gehalten. Ist ja auch klar. Zwei Deutsche. Auf der Krim. Schwarz angemalter Schrotthaufen. Die Übersetzer lachten sich beim Übersetzen schlapp und bekamen keine Luft mehr, wenn wir den Handwerkern, also nicht echten Handwerkern sondern den Leuten vor Ort das Geld bar auszahlten. Viel Gelächter für so ein düsteres Schiff. Viel Spaß für eine so dunkle Idee.“

S. seufzte und ging zum Plattenspieler. Dann legte er eine neue Platte auf.

„Wir waren also drei Monate dabei, als die Krimleute das Schiff anstrichen. So langsam ging uns das Bargeld aus. Der Freund war zwischenzeitlich zweimal zurückgefahren, um frisches Geld abzuholen und hier unter die Leute zu verteilen. Gott weiß, woher das Geld stammte. Jedes Mal, wenn er zurückkam, war er etwas hagerer geworden und er lachte auch nicht mehr. Und es gab da dieses Schiff, das bald die Darkness sein würde, düster schon vorher, nun immer dunkler und vor dem immer graueren Winterhimmel des schwarzen Meeres nach und nach unsichtbar.

Es zog uns nach und nach alle in den Bann, zu sehen, wie hier eine echte Bedrohung für jede Laune entstand, insbesondere natürlich die gute Laune. Es war –klar – eine Bedrohung, die wir so gewollt hatten. Denn nur etwas, das echt wirkt, passte zu unserem Vorhaben.

An einem jener letzten Tage auf dem Meer vor Anker liegend wurde es ganz besonders dunkel. Ein Unwetter war angekündigt und alle, die noch Farbeimer und Rollen hatte, waren bemüht, die restlichen Flächen innerhalb des Schiffes zu streichen. Bloß nicht hinaus gehen, in den immer mehr auffrischenden Wind – verständlich.

Eine Weile stand ich draußen auf der Windseite des Decks, lackierte eines der Rettungsboote schwarz und hing meinen Gedanken nach, als der Freund aus einem der Abgänge herauskam. Er zündet sich eine Zigarette an, was ich bei ihm noch nie vorher gesehen hatte. Er schaute kurz zu mir hin und ich merkte er wollte mir etwas sagen. ‚Weißt Du noch, wie wir uns das mit Schiff überlegt haben?’ fragte ich leise. Er schwieg und zog tief und lang an der Zigarette. Dann sagte er ‚Ich bin mir nicht mehr sicher, ob das mit dem Schwarz eine gute Idee war.’

Der Wind frischte noch einmal etwas auf und ich hielt mich an der Ruderpinne des Rettungsbootes fest.

‚Es war einmal ein Spaß, als es anfing, sicher. Jetzt ist es ernst. Sehr ernst.’ Noch ein Zug. Ich wartete. ‚Ich habe einmal auf so einer Darkwave-Party einen Film gesehen, auf dem alles erst nach einem etwas bizarren Porno aussah. Weißt Du, es war einfach eine nackte, gefesselte Frau zu sehen. Die Kamera fuhr langsam über ihren Körper, auf dem plötzlich etwas Blut erschien. Close-Up. Dann kam plötzlich eine Totale und man konnte nun sehen, dass die Frau an einem Kreuz hing und langsam aufgeschlitzt wurde. Mir wurde schlecht. Richtig schlecht. Ich hab mich übergeben und kotzte mir Alles aus dem Leib. Die Party war vorüber. Damals hatte ich die Ahnung, dass die dunkle Seite nicht wirklich ein Spaß ist.’

Ich spürte, dass die Ruderpinne etwas locker in der Aufhängung war. Ich nahm sie in die Hand.“

Ich mag eher die Geschichte an sich als den Blick zurück.

 

 

14 Weltveränderung

Manchmal ist es ganz einfach, die Welt zu verändern. Man muss einfach mal nichts tun. Gut, man sollte ein Mann sein und schon über 15 Jahre, aber wenn das zutrifft, dann – wie gesagt: einfach nichts tun. Was ja eigentlich nicht geht, weil wenn man ist, dann macht man irgendwas, zum Beispiel auf dem Sofa liegen, surfen und Seelen untersuchen. Kann man auch im Internet gegen Geld anbieten, dann aber wirklich erfolgreich nur als Frau mit Kristallkugel. Gut, kann sein, dass diese Art von Fernsehfrauen auch einen klitzekleinen Bart trägt, aber den würde ich jetzt mal beim Nichtstun ausblenden wollen.

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Ich liege also über ein paar arbeitsfreie Tage so vor mich hin und vergesse quasi, mich zu rasieren. Kommt man dann zurück in die Arbeitswelt, ist nichts mehr wie zuvor. Man wird nicht wiedererkannt oder nur mit Schwierigkeiten. Das kann ja unangenehm sein, weil man doch gerne erkannt wird, und nicht in so komische angestrengte Gesichter starren möchte. Da man sich augenscheinlich selbst als Teil der Welt verstehen kann, muss man wohl schließen, dass sich die Welt verändert, mit Bart durch Nichtstun. So geht das also. Leute, lasst doch einfach mal alles geschehen. Die Frau mit der Kugel macht’s genauso und: sie hat recht.

Nur bei einem muss man aufpassen: Wenn man Dich wegen Deines Bartes nicht mehr liebt, weil er kratzt: dann empfehle ich Bart-Öl-Gemische, die bringen es echt. Bart wird flauschig und duftet gut. Frau will es.

 

Falsche Bärte:

Nicole Willis And The Soul Investigators /// No One’s Gonna Love You (Blackbeard Remix) /// https://www.youtube.com/watch?v=_uxoHcOrpl0