Tag 0: Dschungel-Tofu

Im Dschungelcamp der Implikationen wird zurecht von Mademoiselle du Mont auf die vermutlich mangelhafte Kennzeichnung der europäischen Produkte am Lagerfeuer hingewiesen, die nicht deutlich genug ausfalle. Arielle und Frau BB widersprechen da nicht, ergänzen aber, dass es keinen Camembert und keinen Champagner aus Argentinien geben darf, da es dort unter anderen an der Erfahrung der…

Im Dschungelcamp der Implikationen wird zurecht von Mademoiselle du Mont auf die vermutlich mangelhafte Kennzeichnung der europäischen Produkte am Lagerfeuer hingewiesen, die nicht deutlich genug ausfalle. Arielle und Frau BB widersprechen da nicht, ergänzen aber, dass es keinen Camembert und keinen Champagner aus Argentinien geben darf, da es dort unter anderen an der Erfahrung der Herstellungsweise traditionell fehlt. Hubert meint dazu, dass in Deutschland ein jeder „Feta“ und gar „Bio-Feta“ herstellen kann. Er hat versucht, sein Fetaherstellungs-Kit in das Camp hineinzuschmuggeln, ist aber kurz vor der Disqualifikation daran gescheitert, dass der Geruch ihn verraten hat. Diese Dschungel-Spürhunde haben ein feines Näschen!

Die Grünen im Camp vertraten wiederum die überraschende Auffassung, dass durch das Mercosur-Abkommen der Regenwald ihres Camps verschwinden würde – noch bevor ihre König*in gekürt werde! An dieser Stelle intervenierte am Dschungeltelefon das chinesische Auswärtige Amt und wies darauf hin, dass China dies bereits vorausgesehen und daher erstmalig den Campern einen völlig künstlichen Dschungel als Souvenir zur Verfügung gestellt habe.

Durch das Veto der Campgrünen wurde also mitnichten das Abholzen des Campregenwaldes verhindert, sondern stattdessen die Abhängigkeit des deutschen Fernsehmarktes von australischen Chinaimporten erhöht! Eva und Hardy junior lassen daher von nun an alle Gegenstände des Camps auf ihre Herkunftsangaben untersuchen.

Da wir immer wieder auf gute Dschungel-Küche angesprochen werden, kommt in der Werbepause nun das ultimative Rezept:

Geräucherten Bio-Tofu in Würfel schneiden und auf Stöckchen aufspießen, langsam über dem offenen Feuer von allen seiten (wichtiger Ausdruck:) „knusprig“ grillen. Urwaldbrokkoli von den Strünken abschneiden, die Strünke zusammen mit frisch aus dem Boden gezogenen Kartoffeln würfeln und über dem Feuer zu Kochen bringen. Nach 15 Minuten die Urwaldbrokkoliröschen hinzugeben, damit sie schön (wichtiger Ausdruck:) „knackig grün“ bleiben. Zum Schluss die Kartoffeln und den Brokkoli im Topf feinstampfen (mit den nackten Füßen oder auf ähnlich natürliche Weise). Etwas Spinat mit etwas Zitrone beträufeln. Tofu vom Feuer nehmen und mit dem Stampf und Spinatblättern anrichten.

Jean-Michel Jarre / Souvenir de Chine / https://youtu.be/BY_ozF-4IAU?si=1XpHwlcBvr0bVoIP