Es gibt Dinge im Camp, die sind völlig anders als daheim in Deutschland, zum Beispiel ist dort Sommer im Winter und nicht Winter im Winter, die Tage sind länger und die Nächte kürzer, das Essen schmeckt zum Kotzen und alle Menschen werden Brüder (manche auch zu Schwestern). Es gibt auch Dinge, die sind gleich: die Leute zum Beispiel, der Wahnsinn, 37 Stunden-Woche, nicht arbeiten wollen am Wochenende – denn dann gehört der Papi den Kleinen. Warum sollte das auch anders sein?
Auch das Gleiche: ein Tag im Camp ist 24 Stunden lang. Man liegt da wie immer vor sich hin und nörgelt, wenn man beim Schlafen erwischt wird. Manche lernen, sich mit dem Nichtstun aufzuladen. Manche haben gelernt, mit einer leeren Zielscheibe umzugehen und sie gut zu füllen. Normal, dabei zu überdrehen.
In Norden wie auf der Südhablkugel gilt für diese Form der Irrenanstalt: keiner überwintert zweimal, denn jedes Team soll sich neu finden und jeder Besserwisser aus einem Vorjahr würde diesen Prozess empfindlich stören. Und klar ist auch, je mehr halbwegs Intelligente gehen desto höher der Anteil der Wahnsinnigen, die noch verbleiben. Dann werden auch die Gespräche wieder interessanter, weil so absurd.
Toll wäre, wenn es in Australien mit dem Herauswählen anders wäre als auf der Nordhalbkugel, also wenn es bei abnehmender Teilnehmeranzahl immer mehr das Team Schlaumeier würde – ein Ergebnis stiller Post am Lagerfeuer.
Fun Boy Three / The Lunatics / https://youtu.be/on-y9Pv-CJA?si=Hqefj-rdqerwbj2K
The Specials / The Lunatics / https://youtu.be/Dy4RZgMmb68?si=qepuFEL4JPrWapJL
